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Projekt · Bachelor

À la recherche des mémoires

Aus Fotografie, Bewegtbild, Projektion und Text entsteht eine experimentelle Geruchsreise durch Neapel.

Erinnerungen sind flüchtig, was häufig der Grund dafür ist, dass wir versuchen, bestimmte Erlebnisse für die Ewigkeit fest zu halten, sei es durch Fotografie oder einen kleinen Text im Tagebuch. Aber was ist mit Erlebnissen, die wir unbewusst wahrnehmen und die plötzlich wie aus dem Nichts eine Erinnerung in uns wecken, die wir gar nicht bewusst abgespeichert haben, geschweige denn abrufen wollten? Diese Bachelorarbeit behandelt die fast verloren gegangenen Erinnerungen, die durch bestimmte Gerüche wach gerufen werden. Ich begab mich dafür auf die Suche – À la recherche des mémoires presque perdues.

Als ich eines Winters die Straßen Neapels erkundete, ist es mir wieder passiert. Ich nahm einen tiefen Atemzug und fühlte mich zu Hause. Nicht in Deutschland, sondern in Tunesien. Die Heimat meiner Eltern, die wir jeden Sommer besuchten. Es muss die Mischung von Diesel und Benzin, warmem Straßenboden und Frittierfett gewesen sein, die in mir ein Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit auslöste – und das in Neapel. Was mich damals beschäftigte, machte ich zum Thema meiner Arbeit. Sie handelt von Erinnerungen, die hauptsächlich durch Gerüche und Düfte hervorgerufen werden.

In Form einer filmischen Installation, durch die Kombination aus Fotografie, Bewegtbild, Projektion und Text entsteht eine experimentelle Geruchsreise. Diese führt durch meine Kindheitserinnerungen aus der Heimat meiner Eltern, Tunesien. Ziel ist, einerseits diese persönlichen Erlebnisse und Erinnerungen einzufangen und mitzuteilen und andererseits einen Einblick in den Alltag und die Kultur dieses nordafrikanischen Landes zu gewähren.