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Delirium of Negation

Ein Stop-Motion-Kurzfilm befasst sich mit einem seltenen Krankheitsbild, bei welchem die Betroffenen sich für nicht-existent halten.

Projekt · Bewegtbild

Der Glaube an die eigene Nicht-Existenz: Cotard-Syndrom, auch délire des négationes, ist eine neurologische Krankheit, bei der die Betroffene glaubt, tot zu sein oder nicht zu existieren. Der Mensch scheitert daran, sein eigenes Gesicht zu erkennen; er befindet sich geistlich zwischen Leben und Tod. Dieses ungewöhnliche und sehr seltene Krankheitsbild wurde in einem Stop-Motion-Kurzfilm behandelt.

Als Teil des Kurses »A sign in the forest« von Katja Davar sind mehrere Projekte entstanden, darunter verschiedene Seiten marmoriertes Papier und eine Baum-Skulptur (die bei mir aus Holzstäben und mit Farbe getränkter Wollschnur bestand). Diese Einzelprojekte sollten nun in einem Stop-Motion-Film verwendet werden. Die genaue Umsetzung stand frei, die einzige Regel war, dass er länger als 30 Sekunden sein sollte.

Ich hatte kurz zuvor zum ersten Mal von dem sogenannten Cotard-Syndrom gehört: Patient:innen sind unfähig, das eigene Gesicht sich selbst zuzuordnen; das bedeutet auch, dass sie unfähig sind, sich selbst im Spiegel zu erkennen, woraus der Wahn entsteht, dass sie selbst nicht existieren. Da ich das besonders faszinierend fand, entschloss ich mich, dieses Thema in meinem Film aufzugreifen. Für die Umsetzung das Films fertigte ich ein mehrseitiges Storyboard an, das verschiedene Kamerawinkel und den Ablauf des Films festhielt; dieses Storyboard orientierte sich an einem Musiktrack, an dem ich zur gleichen Zeit arbeitete und der in fertiger Form im Film zu hören ist. Im nächsten Schritt bastelte ich Papierpuppen und andere Gegenstände, die im Film vorkommen: Die Reflektion im Wasser und die Insel.

Dann verwandelte ich für zwei Tage meine Küche in ein Filmstudio: Wände und Tisch wurden mit Papier eingekleidet, Lampen wurden arrangiert, um für das richtige Licht zu sorgen, mein Handy wurde mit einer gebastelten Halterung zur Kamera umfunktioniert.