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Kommunikationsdesign

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Projekt · Bachelor

Denkmuster und Fadenspiele

Ein Versuch, den Ursprüngen der eigenen Empfindungen, Verhaltens- und Denkweisen auf den Grund zu gehen.

Gruppe von 11 verschiedenen organischen, röhrenförmigen Objekte aus glasierter, blau-grauer Keramik.

Ausgangspunkt der Arbeit Tentakuläres Gestalten – Denkmuster und Fadenspiele ist der Versuch, den Ursprüngen der eigenen Empfindungen oder auch Verhaltens- und Denkweisen auf den Grund zu gehen. Der Prozess des Erkennens, Analysierens bis Auflösens eigener Denkmuster und die verschiedenen Wahrnehmungen innerhalb der jeweiligen Stadien stehen hierbei im Fokus. Diese Arbeit soll insgesamt eine Einladung an die Betrachter*innen darstellen, sich selbst ihrer Denkmuster bewusst zu werden und zum (gemeinsamen) Reflektieren anhalten.

Von besonderem Interesse ist in dieser Arbeit, wie die Selbstwahrnehmung durch festgesetzte Denkmuster beeinflusst wird, wie sich dieselben Assoziationsnetzwerke durch Wiederholen einprägen und sich zu einer eigenen »Wahrheit« etablieren. Diese Gedankenketten werden aktiviert, ohne dass wir es bewusst wahrnehmen. Die Offenheit, die Netzwerke der eigenen Gedanken zu hinterfragen oder umzugestalten, wird so schwerer erreichbar.

Das Erlangen dieser Offenheit kann jedoch einen großen Stellenwert in der eigenen Persönlichkeitsentwicklung einnehmen. Die Tatsache, dass Denkmuster durch die Weitergabe von Traumata über Generationen hinweg verfestigt werden können und diese Mechanismen auch in gesellschaftlichen Kontexten stattfinden, macht deutlich, welche kollektive Macht verfestigte Denkmuster mit sich bringen. Dies zeigt sich auch anhand von aktuellen gesellschaftlichen Debatten, die um Themen wie Rassismus oder Sexismus kreisen.

Diese Gedanken stellen die Rahmenüberlegungen für die Arbeit, im Fokus steht der Prozess des Erkennens, Analysierens bis Auflösens eigener Denkmuster.

Durch die Umsetzung in unterschiedliche künstlerische Arbeiten werden die subjektiven Empfindungen sichtbar, durch die persönliche Auseinandersetzung der Betrachter:innen mit diesen erlebbar und somit nachvollziehbar. 
Als Methode, Denkmuster zu lösen und neue Wege zu ermöglichen, wird unter anderem das »Tentakuläre Denken« nach Donna Haraway angewendet. Dieses dient hierbei nicht nur als theoretische Grundlage, sondern auch als gelebte Praxis.