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Projekt · Bachelor

Digitaler Staat

Eine Mammutaufgabe: Die deutsche Verwaltung digitalisieren. Die Lösung: Ein Konzept eines nationalen mobilen Bürgerportals.

Straße mit Blick auf Gebäudewand, darauf ein Plakat in Zweiteilung, links Schriftzug

Jedes Jahr verbraucht der deutsche Verwaltungsapparat über eine Milliarde physische Blätter Papier zur Abwicklung von Behördengängen. In Nordrhein-Westfalen ist die durchschnittliche Bearbeitungszeit einer Steuererklärung in den letzten zehn Jahren auf über sechs Monate gestiegen.

Im Kontext der Digitalisierung steht auch das deutsche Verwaltungswesen vor einem historischen Wendepunkt. Dieser Transformationsprozess zum digitalen Staat wird in der Fachsprache als E-Government bezeichnet.

Die organisatorischen und kulturellen Herausforderungen sind dabei enorm. Ziel dieser Arbeit ist es, einen Einblick in die nationale E-Government Strategie zu geben, Hürden und Probleme herauszuarbeiten und mit einem Konzept für eine digitale Verwaltungsplattform einen Impuls für eine mögliche Umsetzung zu liefern.

Dabei stehen unter anderem folgende Fragen im Zentrum: Wie lassen sich strukturelle Anforderungen von Behörden und nutzungsorientierte Bedürfnisse von Bürger:innen in einer skalierbaren Portallösung vereinbaren? Wie kann eine staatlich initiierte Marke für das Portal einen Vertrauen schaffenden Rahmen bilden? Wie lässt sich dieses Vertrauen durch eine klare Produktstrategie manifestieren?

Die Arbeit erforscht die Herausforderungen im Kontext des Aufbaus einer staatlich initiierten und digital lebenden Marke und setzt sich intensiv mit der Entwicklung eines geeigneten User Interface für das Bürger:innenportal auseinander. Hierfür werden wissenschaftliche Studien analysiert, bestehende Behördenprozesse abstrahiert und schlussendlich das traditionelle Formularwesen in eine skalierbare, barrierefreie und mobile UX Pattern übersetzt.

Vor uns liegt, was in der Politik gerne als „Mammutaufgabe“ bezeichnet wird. Deutschland hat die technischen, intellektuellen und kreativen Ressourcen den digitalen Wandlungsprozess zu gestalten.

Die Arbeit zeigt auf, dass eine digitale Verwaltung nutzerzentriert, aber auch bessere Verwaltung werden kann.