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Projekt · Bachelor

How to unlearn

– Leitfaden für einen diskriminierungsfreieren Hochschulalltag

Diskriminierung an der Hochschule muss stärker sichtbar werden, denn sie ist kein Ort, der frei davon ist. Antidiskriminierung sollte daher ein dauerhafter Anspruch aller Student:innen, Dozent:innen und Mitarbeiter:innen sein. Dazu gibt es einiges zu lernen und zu verlernen. In diesem Leitfaden wird in 25 Kapiteln unter anderem erklärt, was sich hinter den Begriffen Gadjé-Rassismus, Cissexismus oder Allyship verbirgt. Lesende Menschen erhalten hier in Form von Handlungsempfehlungen und Wissen ein Werkzeug, um Verhaltensweisen kritisch zu betrachten um sich mit Betroffenen zu solidarisieren.

Der Leitfaden »How to unlearn« thematisiert Diskriminierung in allen Bereichen der Hochschule. Auch im Studienalltag werden unbedacht und selbstverständlich diskriminierende Aussagen getätigt. Betroffene sehen sich beispielsweise mit Klassismus im Bildungssystem konfrontiert oder werden durch Fatshaming beleidigt.
Der Leitfaden antwortet auf den dringenden Bedarf, den Akteur:innen einige Basics für antidiskriminierendes Verhalten mit auf den Weg zu geben und Diskriminierungen auf der strukturellen, institutionellen und individuellen Ebene zu benennen. Denn erst, wenn diese sichtbar sind, können sie als Problem anerkannt werden.

Dabei werden in dem Leitfaden alle Akteur:innen der Hochschule gleichermaßen angesprochen und in die Verantwortung genommen, genauso wie die Institution selbst. Er gibt theoretischen Input zu Formen der Diskriminierung und zeigt auf, wie diese auf allen Ebenen reproduziert werden. Außerdem enthält er antidiskriminierende Handlungsempfehlungen, die sich konkret auf den Hochschulalltag beziehen. Den Abschluss bildet ein umfangreiches Glossar, um den Einstieg in diese Thematik zu erleichtern.

Die Inhalte basieren auf dem Anspruch, Allyship und Empowerment zu fördern. Den beiden Autorinnen Anne Linnig und Carolin Kirsch war es beim Verfassen ihrer Texte ein wichtiges Anliegen, Feedback und Anregungen von Personen einzuarbeiten, die selbst von Diskriminierungen betroffen sind. Sie haben mit ihrem Projekt konsequent das Ziel verfolgt, ein Vorbild für Antidiskriminierung zu schaffen. So wurden beispielsweise nicht weiße, weibliche Schriftgestalter:innen gewählt, um deren Arbeit sichtbar zu machen, und auch die jeweilige Wortwahl orientierte sich an den Vorschlägen aus den betroffenen Communities. Diese Entscheidungen werden in dem Leitfaden erläutert.

Bei dem Leitfaden handelt es sich um die Bachelorarbeit von Anne Linnig und Carolin Kirsch, die im WiSe 2021/22 von Prof. Dr. Ilka Becker und Prof. David Voss betreut wurde. Auf eigene Initiative der Urheberinnen hin wird der Leitfaden im Sommersemester 2022 in einer 1. Auflage als Printversion publiziert.

Unterstützt wurde dies von den Fachschaften des Gestaltungsbereiches und dem AStA der Hochschule Mainz mit Fördermitteln des Studierendenparlamentes. Da die Veröffentlichung durch Fördergelder und eine kostenlose Verteilung immer im Vordergrund standen, wird der Leitfaden kostengünstig produziert, ohne jedoch bei der Qualität von Gestaltung und Inhalt Abstriche zu machen. Das Projekt ist kein abgeschlossenes Projekt, sondern soll den Anstoß für eine breitere Praxis der Antidiskriminierung an der Hochschule geben.

Lade dir hier das Pdf zum gesamten Leitfaden »How to unlearn« herunter.