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Projekt · Bewegtbild

PIONEER

Ein Kurzfilm, der sich damit beschäftigt, wie einer der 4000 bekannten Exoplaneten aussehen könnte.

Über 4000 Exoplaneten wurden bisher entdeckt, und eine Reise dorthin scheint vorerst für uns Menschen unmöglich. Doch wie könnte einer dieser Exoplaneten aussehen? Mit dieser Frage beschäftigte ich mich in dem Kurzfilm „PIONEER“, dessen Namen an das Pioneer-Programm der NASA angelehnt ist. Die Raumsonden Pioneer 10 und 11 fotografierten die ersten Nahaufnahmen von Jupiter und Saturn.

Ich experimentierte mit verschiedenen Drucktechniken wie Monotypie und Ätzradierungen und erstellte anschließend aus zweidimensionalen Drucken dreidimensionale Landschaften. Dazu wurden die Schwarz-Weiß-Drucke gescannt und aus den unterschiedlichen Grauwerten Höhenprofile erstellt. Kamerafahrten, die über die Landschaften fliegen, vermitteln den Eindruck einer Sonde, die zum ersten Mal den unbekannten Planeten aus nächster Nähe erfasst. Zudem kann man hören, wie die Sonde langsam erwacht und ihre Instrumente anfangen zu arbeiten.

Den Betrachtenden bleibt es offen, durch welche Ereignisse sich die Oberfläche so geformt hat, ob wilde Stürme, uns noch unbekannte physikalische Gesetze oder die Gewinnung von Rohstoffen einer uns ähnlichen Spezies von vor Tausenden oder Millionen Jahren. PIONEER ermöglicht es sich in eine Sonde hineinzuversetzen, die nach einer langen Reise zum erstmal einen Exoplaneten erblickt und die ersten Aufnahmen anfertigt: fernab und ganz alleine an einem uns unbekannten Ort.

PIONEER wurde beim Designpreis Rheinland-Pfalz 2020 in der Kategorie Bewegbild ausgezeichnet. Im Jurystatement sagte Arne Dechow von Involve: „Eine handwerklich wie konzeptionell fein gemachte audiovisuelle Meditation über die menschliche Sehnsucht nach dem großen Unbekannten. Gleichzeitig eine ungewöhnliche Fusion aus analogen und digitalen Gestaltungsmöglichkeiten und ein sehr originelles Stück Videokunst.“