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Projekt · Bachelor

Re:set.

Practice-led framework for working with historical type

Teaser Bild der Bachelorarbeit

Das Arbeiten mit historischem (Schrift-)Material ist elementarer Bestandteil der typografischen Praxis und aus dieser nicht mehr wegzudenken. Sprechen wir über sogenannte »Revivals«, kommen wir jedoch nicht umhin, gewisse Problematiken zu adressieren, die ein solches Vorhaben mit sich bringen kann. Wie können wir dieses angemessen kommunizieren?
In welchen Kontexten verorten wir es? Was hat der Einbezug neuer (digitaler) Technologien
damit zu tun?
Re:set liegt der Versuch zugrunde, potenzielle Antworten auf diese Fragen zu finden und untersucht, wie wir einen adäquaten Bezugsrahmen für die Arbeit mit existierendem (Schrift-)Material ansetzen können.

Das Ergebnis dieser Auseinandersetzung ist eine Schriftfamilie, die dem historischen Font »Siegfried« (eine Hybridschrift des Art Nouveau) nachempfunden ist. Die Annäherung an diese Schrift erfolgt nicht auf der Ebene einer möglichst detailgetreuen Studie, sondern bezieht vielmehr gesellschaftliche bzw. zeitliche Faktoren zum Zeitraum der Entstehung mit ein.  

Die Rückbesinnung des Art Nouveau auf die Natur als Vorbild allen künstlerischen Schaffens soll als zentrales Leitmotiv den Bezugsrahmen für die entstandenen Schriften darstellen und in einen aktuellen Kontext überführt werden. 

Mithilfe digitaler Technologien ist es möglich, die entstandenen Schriften über einen externen Input anzusteuern. Hierfür werden Pflanzenaktivitäten mithilfe von EKG-Elektroden gemessen - die hierdurch abgegriffenen Mikrostromimpulse werden verstärkt und in MIDI-Signal umgewandelt. Mit diesem wiederum können die Variablen der Schriften in Echtzeit manipuliert werden.
Die Arbeit basiert auf dem Glauben, dass sich neue Methoden im Umgang mit Schrift heute vor allem im Web erproben lassen und erforscht, inwiefern wir das Potenzial von Schrift als Medium der Informationsverarbeitung neu denken können.