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Philipp Pape

Professor für Konzeptionelles Gestalten

Portrait Philipp Pape

Während meines Studiums in Berlin (UdK) und London (CSM) wurde mir klar, dass mich mehr interessiert, durch Gestaltung das Geheimnisvolle verständlich zu machen anstatt etwas Verstandenes geheimnisvoll erscheinen zu lassen.

Die Entwicklung von Gedanken ist ein wenig beachteter Aspekt des Designs. Häufiger entstehen Gedanken erst auf einem Bildschirm, einem Papier, in einer Komposition oder einem Objekt. Aber immer stecken Gedanken darin.

In meiner Arbeit in verschiedenen Literatur- und Kunstbuchverlagen hat sich gezeigt, dass die Art, wie Gedanken publiziert werden, diese elementar beeinflussen. Der Gedanke eines Autors kann sich verändern, wenn wir über das Medium, die Typografie oder die Dramaturgie einer Publikation entscheiden. Auch der technische Aspekt einer Publikation ist wesentlicher Teil des Designprozesses. 

Die besondere Situation einer Hochschule ermöglicht es, über Gestaltung zu diskutieren und sich auszutauschen. Mit der Organisation von Symposien und Konferenzen können wir einen wichtigen Beitrag dazu leisten. Neben der Gründung eines Forschungs-Instituts haben wir an der HS Mainz mit dem translations-Symposium und der ReadOn-Konferenz zwei Formate etablierte, in denen dieser Austausch möglich wird. Das ist Aufforderung und Anreiz ›am Ball der Debatte‹ zu bleiben und ein wesentlicher Teil des Studiums.

Die inzwischen etablierten digitalen Medien sind für mich weit mehr als neue Arbeits- oder Ausgabemedien. Sie erweitern das Repertoire dessen, was wir ausdrücken oder überhaupt denken können. Schriftzeichen, Layout, Bilder und Objekte können durch Reaktionen auf Leser:innen auf erweiterte Art erzählen. In dem neuen Fach ›Interaktive Grundlagen‹ und im Fach ›konzeptionelles Gestalten‹ versuche ich ein Fundament dafür zu legen. Ich bin überzeugt, dass zeitgemäße Gestalter:innen dieses Wissen benötigen, um neue Antworten auf komplexe Fragen unserer Zeit und der Zukunft zu finden.